Die Haut

Zur Heilung von Schuppenflechte und Co.

Hauterkrankungen, wie die Schuppenflechte, sind hinsichtlich der Ursache (sehr häufig unbekannt!) und äußerer Erscheinung außerordentlich vielfältig. Eine eindeutige Zuordnung der unterschiedlichen Hautaffektionen zu Krankheitskategorien wie  Psoriasis,Neurodermitis oder Ekzem ist daher schwer und bringt einen in der täglichen Praxis hinsichtlich eines wirksamen Behandlungsweges auch nicht wirklich weiter. (Immerhin erklärt sich mir so die Unsitte, dass die gegenwärtige Behandlungspraxis in der Regel darauf beruht, auf jede dieser Erkrankungen unisono mit einer äußerlichen Anwendung entzündungshemmender Wirkstoffe zu reagieren.)

Wie schwer man sich tun kann, so eine Erscheinung der richtigen pathologischen Kategorie zuordnen zu können, soll ein kurzer Blick auf diese Hautkrankheiten aufzeigen:

Schuppenflechte oder Psoriasis ist eine nichtansteckende, entzündliche Dermatose, eine Hautkrankheit, die sich in verschiedenen Ausprägungen zeigt. Als Symptome sind die stark schuppenden, punktförmig bis handtellergroßen Hautstellen, häufig an den Knien, Ellenbogen und der Kopfhaut, typisch. Psoriasis kann aber neben der Haut auch Gelenke und Finger-/Zehennägel befallen. Die Ursachen für diese Erkrankungen sind nicht bekannt. Ihre Entstehung wird durch erbliche Disposition, Autoimmunreaktionen und nicht definierte äußere Auslöser erklärt.

Neurodermitis
Für den Begriff Neurodermitis gibt es auch solche, wie atopische Dermatitis, endogenes Ekzem, chronisch konstitutionelles Ekzem,Asthmaekzem und/oder Prurigo. Die Bezeichnung Neurodermitis stammt aus dem 19. Jahrhundert. Damals ging man davon aus, dass die Ursache der Hauterkrankung eine Nervenentzündung ist. Später wurde diese Ansicht widerlegt, der Begriff jedoch ist weiterhin verbreitet.

Als Hauptsymptome zeigen sich rote, schuppende, manchmal auch nässende Ekzeme auf der Haut, verbunden mit einem starken Juckreiz. Die Erkrankung verläuft schubweise und hat ein individuelles, von Person und auslösender Erkrankung abhängiges Erscheinungsbild.

Die Ursachen sind bislang nicht vollständig geklärt. Experten sehen im komplexen Krankheitsgeschehen und seinem sehr individuellen Verlauf ein Zusammenspiel aus genetischen Faktoren, immunologischen Veränderungen und Umwelteinflüssen. Es wird allerdings davon ausgegangen, dass die Betroffenen aufgrund genetischer Veranlagung stärker auf bestimmte Einflüsse reagieren als andere.

Das Ekzem ist eine Hauterkrankung, die sich in einer nicht-infektiösen Entzündungsreaktion der Haut äußert. Ekzeme können durch verschiedene Auslöser hervorgerufen werden.

Zur Gruppe der Ekzeme gehören verschiedene Formen von Hauterkrankungen, die nach unterschiedlichen Kriterien klassifiziert werden. Synonym wird häufig der weiter gefasste Begriff Dermatitis verwendet, welcher allerdings auch Hautentzündungen umfasst, die nicht zu den Ekzemen zählen.

Die Psoriasis

Psoriasis vulgaris (etwa 95 Prozent aller Erkrankungen) Beim ersten Ausbruch oder nach einem neuen Schub kleinfleckig über den Körper verstreuter Hautausschlag, Neigung zu Juckreiz. Herde stark gerötet, noch wenig schuppend. Können von selbst verschwinden, aber auch in das andere Extrem der langwierig bleibenden Erscheinungen übergehen. Bevorzugte Stellen: Ellbogen, Kniescheiben, Kreuzbeingegend, behaarter Kopf. Ausgeprägte Schuppung. Plattenartige Auflagerungen (Plaques) oft lange Zeit weitgehend unverändert. Kaum Juckreiz.

Psoriasis pustulosa

Nicht ansteckende Eiterbläschen, beschränkt auf Handteller und Fußsohlen. Frauen eher betroffen als Männer, sehr hartnäckig. Ganzhautbefall mit Fieber und Schüttelfrost, dabei auch Pusteln an Schleimhäuten von Mund und Geschlechtsteilen möglich.

Erythrodermie

Schwerste der seltenen Sonderformen. Entweder durch unaufhaltsame Ausbreitung gewöhnlicher Schuppenflechte oder als überschießende Antwort auf starke UV-Bestrahlung, ungeeignete bzw. fehlerhaft angewandte Salben oder nach dem Absetzen innerlicher Medikamente. Die ganze Haut infolge heftiger Entzündung gerötet und verdickt, besonders in Gelenknähe deshalb schmerzhafte Einrisse. Häufig Juckreiz und Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens.

Psoriasis-Arthritis

Schuppenflechte mit Gelenkbeteiligung. Entzündungen der Finger- und Zehengelenke, einzelne größere Gelenke (z. B. Knie) oder Wirbelsäule und Kreuz-Darmbeingelenke. Dabei oft Nagelveränderungen.

 Es ist eine gängige These ist, das die Schuppenflechte (das betrifft allerdings auch Ekzem und Neurodermitis!) sei zu einem erheblichen Anteil erblich bedingt sei. Oder (was ja nicht das Gleiche ist): Ursachen der Erkrankung seien eine genetische Disposition. Aber zum Ausbruch käme die Krankheit immer bei einer Kollision dieser erblichen Disposition mit zusätzlichen, auslösenden Faktoren. Das könne dann zum Beispiel ein grippaler Infekt sein, eine Operation oder ein psychisches Trauma.

Für den Praktiker führt diese Diskussion zu keiner erhellenden Erkenntnis. Der benötigt einen Zugang zum Geschehen. Und das sind allein die Symptome des Patienten. Auf den Symptomen der chronischen Krankheit und nicht auf den angenommenen Ursachen beruht der Heilungsweg. Man wende sich daher besser den Folgen dieser „Kollisionen“ zu, d.h. den aufgrund solcher „Zusammentreffen“ entstandenen und in jedem Fall die Hauterscheinungen auslösenden Erkrankungen des Organismus. Da hat man etwas in der Hand, was das Hautgeschehen erklären kann. Es ist ja nicht wirklich anzunehmen, Hauterscheinungen würden nur an sich, gewissermaßen nur äußerlich, ohne Veranlassung entstehen. Die Ursachen sind die inneren Krankheiten und nur die sind der Schlüssel für die äußere Erscheinung. Jeder äußeren Störung geht eine innere Krankheit voran.

Die Auslöser solcher Krankheiten sind vielfältig:

  • Infektionen, die durch äußere physikalische und chemische Einwirkungen, z. B. durch scheuernde Kleidung, durch schlecht versorgte Wunden, durch Injektionen, Tätowierungen usw. ausgelöst bzw. befördert werden.
  • Krankheiten, die durch Bakterien, Pilze, Viren (Herpes) usw. erzeugt werden, z.B. eine Mandelentzündung, Entzündungen der Nasennebenhöhlen oder der Bronchien (Streptokokken), Viruserkrankungen wie Masern, Röteln, Windpocken, Gürtelrose, Aids usw.
  • Chronische, langwierige Erkrankungen, die das Immunsystem und den Energiehaushalt schwächen.
  • Allergien in jeder Form.
  • Stoffwechselstörungen bei Ernährungsanomalien von Übergewicht bis Anorexia nervosa (Mineralstoffmangel), durch Alkohol-oder Drogensucht verursachte Erkrankungen, insbesondere der Leber, der Niere, Pankreas, aber auch endokrine Störungen in der Pubertät, der Schwangerschaft und schließlich der Menopause.
  • Arzneimittelabusus oder Unverträglichkeiten, die als Nebenwirkungen insbesondere den Leberstoffwechsel belasten. Medikamente wie Betablocker, ACE-Hemmer, Lithium-Salze, Interferone, Tetracycline, Terbinafine, Folsäure usw. sind bekannt dafür, dass ihre Einnahme Folgen für die Haut haben.

Alle so erzeugten, inneren Erkrankungen können Symptome, wie Störungen der Haut, nach sich ziehen. Und es ist dann nötig diese komplexe Problematik an der Wurzel zu packen, d.h. die auslösende Krankheit zu lösen. Mir ist gesagt worden, dass die Medizinwissenschaft längst erkannt hat, dass Hautkrankheiten ausschließlich Reaktionen auf innere Krankheiten sind. Tatsächlich kommt ja bei Infektionskrankheiten, wie Masern, Scharlach, Röteln, Windpocken usw. mit ihren bekannten Hauterscheinungen niemand auf die Idee die Haut zu behandeln.

Die Homöopathie zum Beispiel kennt keine eigenständigen Hautkrankheiten (mit der einen Ausnahme von Verletzungen, Verätzungen, Verbrennungen, Vergiftungen und dergleichen mehr, bei denen die Ursachen eineindeutig erkennbar sind). Für Hahnemann war es unverständlich und gedankenlos, zu glauben, Ausschläge und dergleichen, seien ein bloßes Übel der Haut, an dem der innere Körper keinen Anteil nimmt. Die Haut reagiert niemals ohne innere Ursache. Kein Ausschlag, egal welcher Art er auch ist, kann allein durch äußere Behandlung ausgeheilt werden. Da Hautkrankheiten immer Ergebnis einer Reihe von Ereignissen im Organismus und Ausdruck eines oder mehrerer kombinierter Krankheitsursachen (Miasmen) sind  und nur der sichtbare Teil eines tiefer liegenden Ur-Übels ist bei nur äußerlicher Behandlung an Heilung nicht zu denken. Hautkrankheiten haben ja objektiv gesehen eine wichtige Funktion. Sie sind das Ergebnis des inneren Stoffwechsels und entlasten durch ihr Auftraten den Organismus bei der Bewältigung der eigentlichen inneren Krankheit. Indem sie wie ein Ventil oder Schleuse die schädlichen Toxine auf die Peripherie treiben, unterstützen sie den belasteten Stoffwechsel. Hahnemann spricht von Beschwichtigung des inneren Leidens. Wird nun diese Unterstützung durch äußere Manipulation von der Oberfläche genommen, kann, ja muss das zur Folge haben, dass sich der Organismus ein neues Ventil zu seiner Ausbalancierung suchen muss. Dies kann – je nach individueller Prädisposition eines Organismus – durchaus ein lebenswichtigeres Organ sein. Das Resultat wäre dann eine allgemeine Verlagerung des ursprünglich relativ harmlosen Grundleidens und eine neue, viel schlimmere Krankheit. Mit dem Wegfallen der bloß äußerlichen Krankheitsmanifestationen auf der Haut wird die Krankheit ins Innere getrieben und zeige sich nun an lebenswichtigeren Organen, wie z. B. an der Lunge in Form chronisch spastischer Bronchitis oder Asthma. Der Patient ist von einer „leichteren“ Krankheit befreit und hat sich dafür eine neue, schwerere Krankheit zugezogen! Und das geschieht dann. Der Behandler wähnt eine ganz neue Krankheit bei dem Patienten zu entdecken, etwas ganz Neues vor sich zu haben, ohne die Quelle davon zu ahnen. Und wieder beginnt eine symptomatische Behandlung zur Unterdrückung der neuerlichen Erscheinung. Manche hartnäckigen Schmerzen, Gicht, manches Asthma, viele psychische Erkrankungen

Die gegenwärtig von der Schulmedizin empfohlenen Heilwege sind meist äußeren Anwendungen mit Harnstoffpräparaten, Salicylsäure, Dithranol, Cortison und anderen Präparaten oder innere mit z.B. Methotrexat (MTX), Retinoiden (Vitamin-A-Abkömmlinge) und wieder Cortison. Abgesehen von den nicht hinzunehmenden Nebenwirkungen dieser Medikamente, ist das grundsätzlich nicht der richtige Weg, wenn die Therapie sich nicht auf die Hautübel verursachenden Krankheit konzentriert. Denn es ist ein gravierender Fehler, sich bloß auf die Vernichtung des Äußeren, des Hautübels, zu verlassen. Durch solche Unterdrückungen entstehen andere, tiefergehende, oft nicht heilbare chronische Krankheiten. Die Zusammenhänge zwischen solchem Tun und nachfolgenden, daraus entstehenden Erkrankungen werden nicht gesehen oder gar ignoriert. Und dann wähnt man eine ganz neue Krankheit bei dem Patienten zu entdecken, etwas ganz Neues vor sich zu haben, ohne die Quelle davon zu ahnen. Manche hartnäckigen Schmerzen, Gicht, manches Asthma, viele psychische Erkrankungen (in der Regel unbekannter Genese!) sind die unvermeidliche Folge solch einseitigen, bloß äußerlichen Vorgehens.

Unter den natürlichen Heilverfahren, sind an erster Stelle Therapien wie die Homöopathie, die Phytotherapie oder Verfahren der Klassischen Chinesischen Medizin und natürlich die Ohrakupunktur zu nennen. Aus eigenem Erleben kann ich behaupten, dass die Ohrakupunktur, wenn sie richtig ausgeübt wird,  unter den für diese Pathologie wirksamen Heilverfahren zu führen ist. Ich entsinne mich noch der Aussagen meines verehrten Lehrers Günter Lange, der der Ohrakupunktur nicht diesen Stellenwert konzedieren wollte. Die Ohrakupunktur sei lediglich eine die Haupttherapie, er dachte damals wohl an die Körperakupunktur, ergänzende Therapie. Ein Erlebnis besonderer Art brachte mich aber bald dazu, entschieden mehr in dieser Therapie zu sehen. Es war anlässlich einer Schulung von Ärzten, die ich durchzuführen hatte, als mich eine Frau, selbst Allgemeinärztin, nach dem ersten Schulungstag sprechen wollte. Sie erzählte, dass sie seit über vielen Jahren unter einer Neurodermitis leide und durch das Jucken der Haut und anderen Affektionen in den letzten Jahren kaum mehr geschlafen habe. Mein erster Gedanke war, hatte ich doch die Überzeugung von G. Lange noch im Hinterkopf, ich hätte als Lehrer vielleicht nicht so überzeugend sein sollen?! Ich habe sie natürlich behandelt. Was blieb mir übrig? Leberstoffwechsel anregen, Entspannung über die bekannten Entspannungspunkte erzeugen, Abwehr stärken. Am nächsten Tag sollte der Unterricht um 9:00 Uhr beginnen. Aber von meiner Patientin war nichts zu sehen. Sie kam nicht und ich dachte, hatte Günter doch Recht? Um 10:00 Uhr geht die Tür auf. Frau Doktor erscheint mit einem verlegenen Lächeln und entschuldigt sich, sie habe seit Jahren das erste mal wieder durchgeschlafen und folglich verschlafen.

Heute, einige Patienten später, bin ich sicher, die Ohrakupunktur ist eine potente Monotherapie und ich darf Sie ermuntern der Ohrakupunktur einen besonderen Stellenwert einzuräumen.

Noch einige Worte zur Ohrakupunktur........

Die Ohrakupunktur ist eine Reflexzonentherapie, bei der durch Stich oder eine andere Manipulation (Druck, Massage, Reizstrom, Laser, Farblicht usw.) eines reflektorisch erregbaren Areals der Ohrmuschel ein energetischer und damit therapeutischer Effekt auf das Erfolgsorgan im Körper ausgelöst wird. Relevante, das heißt gestörte, Areale oder Punkte sind immer Projektion von Störungen des Organismus auf das Ohr. Diese bei Nadelung eine Heilwirkung auslösenden, akuten Punkte sind also nur vorhanden, wenn sie durch eine Störung im Organismus ausgelöst wurden.

Die Ohrakupunktur ist, dass sei hier ausdrücklich betont, keine Heilmethode, die sich in das System der klassischen Akupunktur einordnen lässt. Tatsächlich hat Dr. Nogier, ein französischer Arzt aus Lyon, das Verdienst, ein neues Konzept der Diagnose und Therapie über das Ohr, die Ohrakupunktur oder – wie Nogier diese Therapie zunächst nannte – die Auricolotherapie gefunden zu haben. 1956 berichtet er in der „Deutschen Zeitschrift für Akupunktur“ erstmals über seine Erfahrungen. Seit er in seiner Lyoner Praxis bei Ischias-Patienten immer wieder Narben, die auf Kauterisationen an einer bestimmten Stelle im Ohr zurückzuführen waren, gefunden hatte, habe er sich mit dem Phänomen solcher Abbildungen und der Möglichkeit, auf diese Weise den Organismus einzuwirken, befasst

Möglichkeiten

Das Besondere der Behandlung über das Ohr ist neben der möglichen Komplexität der Behandlung (Behandlung der jeweilig aktuellen Krankheitsebene als Krankheitszusammenhang von Ereignissen im Bereich innere Organe, Wirbelsäule, Haut, äußere Extremitäten, endokrine Steuerung und vegetatives und zentrales Nervensystem) die Unmittelbarkeit der Wirkung des hier ausgeübten Reizes. Die Ohrakupunktur ist ungiftig und nebenwirkungsfrei. Angesichts einer ständig steigenden Zahl von Menschen, die aufgrund von Allergien oder aus anderen Gründen keine Medikamente einnehmen können oder der Schulmedizin kritisch gegenüberstehen, kann die Behandlung mittels der Ohrakupunktur ein Weg zur Heilung und die wirksame Alternative zur bisherigen Behandlung sein.

Aufgrund der schnellen und präzisen Zugriffsmöglichkeit auf Körpergeschehen ist die Ohrakupunktur besonders in der Notfallmedizin einsetzbar. Dort, wo der Kranke sofortige Hilfe bei akuten Leiden benötigt, ist sie ein ideales Mittel zur Linderung von Schmerzen, zur Bewältigung von Traumata oder zur Entkrampfung in akuten Krisen.

Über das Ohr können alle Schmerzen, welcher Art sie auch sind, beeinflusst, gelindert und häufig ganz ausgeschaltet werden. Die Möglichkeiten reichen vom traumatischen Schmerz, z. B. nach Unfällen, über Neuralgien, wie Kopfschmerzen jeder Form, und Genese, Ischias, Phantomschmerzen, Schmerzen bei rheumatischen Anfällen oder bei Claudicatio intermittens usw. bis zum Herpes-Zoster-Schmerz.

Ohrakupunktur ist für die Behandlung aller Leiden empfohlen, die das zentrale Nervensystem betreffen. Furcht, Platzangst, Besessenheit, Konzentrationsmängel, Schwindel, Stottern usw. sind Beispiele einer langen Reihe von Indikationen, bei denen die Ohrakupunktur wirksam eingesetzt werden kann.

Ihre ausgleichende und entspannende Wirkung wirkt sich daher auch bei der Behandlung von alten Menschen besonders hilfreich aus

Eine besondere Bedeutung kommt der Ohrakupunktur bei der Suchtbehandlung zu. Verschiedene Behandlungsprogramme zur Entwöhnung bei Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenabusus, zur Raucherentwöhnung oder bei der Bekämpfung der Esssucht geben dem Behandler die Möglichkeit, sich der individuellen Situation des Suchtkranken zu stellen. Die Erfolgsquoten der Ohrakupunktur bei der Suchtbehandlung hängen natürlich von der Erfahrung des Behandlers ab.

Die Ohrakupunktur bietet zudem wirksame Hilfe bei Allergien, Asthma, Entzündungen der Haut und Spasmen innerer Organe von Pankreasaffektionen bis zur Kolitis.

Grenzen

Natürlich ist die Ohrakupunktur nicht immer angezeigt. Die Entscheidung darüber hängt von der Beurteilung der jeweiligen Situation des Patienten durch den Behandler ab. Als Warnsignal gilt eine extreme Überempfindlichkeit einzelner Punkte.

Bei Hyperreaktionen, von unmittelbarer Schmerzempfindlichkeit bei der Behandlung bis zu Folgereaktionen, ist immer Vorsicht angezeigt. Bei solchen Überreaktionen klärt man die Ursachen oder lässt die Hände von Ohrakupunktur.

Bei Patienten, die unter der Wirkung starker Analgetika oder Neuroleptika stehen, verstärkt bzw. verändert die Ohrakupunktur die Wirkungen der pharmazeutische Arzneien. Das ist ein wichtiger Tatbestand. Er bedeutet u. a., dass während der Behandlung von chronisch erkrankten Patienten, die eine schulmedizinische Therapie durchlaufen, eine ständige Kontrolle und Anpassung der Dosis der verordneten Arzneimittelgabe erfolgen muss.

Vorsicht ist natürlich bei Schwerstkranken geboten. Während auch in solchen Fällen der Schmerz durchaus symptomatisch behandelbar ist, sind Krankheitszusammenhänge wie eine schwere Hypertonie, akute koronare Herzerkrankungen oder karzinomatöse Geschehen eher kontraindiziert. Die Schwere der Krankheit bestimmt dabei den Grad der Kontraindikation. Denken Sie daran: Dies ist eine energetische Therapie. Sie ist nicht anzuwenden, wenn davon ausgegangen werden muss, dass bei dem Patienten zu wenig Energie vorhanden ist oder der erzeugte Energiefluss unregulierbar blockiert wird.

Bei Schwangerschaft ist eine Schmerzbehandlung durchaus machbar und natürlich hilfreich. Aber Krankheitszusammenhänge und Punktareale (Organbereiche wie Uterus oder die endokrinen Steuerungspunkte), die mittel- und unmittelbar auf die Schwangerschaft Einfluss nehmen könnten, sind unter allen Umständen zu meiden.

 

 

 Fehlermeldungen oder Kommentaren zu dieser Website senden Sie bitte an: cmworks.de
Zum Impressum gelangen Sie, wenn Sie hier klicken.
Stand: Montag, 11. Juni 2018