Frigidität

Die Symptome:

  • Die Patientin ist 50 Jahre alt und leidet unter Haarausfall. Dieser Umstand führt sie eigentlich auch in meine Praxis. Bei der Anamnese zeigt es sich, dass sie recht komplexe soziale und körperliche Probleme hat, die ihr über den Kopf wachsen.
  • Sie haben ein Haus gebaut und die Belastungen werden ihr immer bedrohlicher. Sie sieht müde aus und fühlt sich abgespannt und überfordert, kann sich jedoch nicht entspannen.
  • Alles ist zu viel.
  • Sie weint im Verlaufe der Befragung immer wieder wenn sie Ihre Probleme schildert.
  • Seit geraumer Zeit sind ihr die sexuellen Annäherungen ihres Mannes außerordentlich unangenehm. Berührungen sind teilweise (z. B. im Bereich der Brust ) schmerzhaft.
  • Sie hat Wallungen, die Regelblutung ist spät und spärlich. Vor der Regel hat sie schreckliche Kopfschmerzen. Sie hat das Gefühl, als ob im Bauch alles nach unten dränge. Die vaginalen Schleimhäute sind trocken. Der Koitus ist schmerzhaft.
  • Ihr ist häufig übel. Besonders morgens vor dem Frühstück. Das Essen bessert dann.
  • Die Leber ist druckempfindlich. Sie kann nicht auf der rechten Seite liegen.
  • Bewegung bessert alle Beschwerden.
  • Sie hat Rückenschmerzen im BWS Bereich und Hüftprobleme auf der linken Seite.

Die Behandlung:

Homöopathie.
Das Mittel der Wahl ist zunächst SEPIA. Auf Grund der körperlichen Symptome wähle ich zunächst eine niedrige Potenz (D 12 1x täglich 5 Globuli). Nach 14 Tagen Behandlungspause hat sich ihr Zustand beruhigt. Insbesondere ihr Verhältnis zu ihrem Mann hat sich gebessert. Sie erträgt ihn jetzt. Aber die Angst ist noch da und die Rückenschmerzen sind wieder gekommen.
Jetzt ergänze ich mit Sepia C 30 (1 Gabe).

Die Ohrakupunktur beruhigt sehr. Die Kopfschmerzen sind nach der Behandlung zunächst ganz verschwunden, tauchen aber wieder auf. Allerdings werden sie zunehmend schwächer.

Die Behandlung wurde nach 4 Sitzungen (davon zwei Sitzungen in einem Abstand von 4 Wochen!) beendet. Der Zustand hatte sich soweit gebessert, dass mit der Patientin eine Weiterbehandlung auf Zuruf vereinbart werden konnte, d. h. wenn eine Verschlimmerung eintreten sollte. Da sich die materielle Lage der Familie nicht verbessert hatte, ist durchaus damit zu rechnen, dass die Patientin erneut erkrankt.

 

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Stand: Montag, 11. Juni 2018